Seite auswählen

Die Meinungen und Bedürfnisse von Jugendlichen scheinen in der Politik nicht gerne gesehen. Sie sind die Zukunft, aber die Entscheidungen der Zukunft liegen nicht in ihren Händen. Sie wird in den Händen (oftmals betagter) Erwachsener geformt, die keine besonders lange Zukunft mehr haben und deren Jugend schon lange vorbei ist.

Sei es bei den Streiks der #fridaysforfuture -Initiative. Dort scheint es wohl sinnvoller zu sein, ausfallende Schulstunden „abzusitzen“ und die ökologische Zukunft den „Profis“ zu überlassen.
Oder sei es in unserem Landkreis Greiz, wo das vom Freistaat bezuschusste Azubi-Ticket abgelehnt und nun von der Fraktion „DIE LINKE.“ ein Bürgerbegehren eingereicht wurde.

Wenn – gerade wir im ländlichen Raum – die Jugendlichen auch noch als junge Erwachsene halten wollen, sollten wir auch das Gefühl von einem „Zuhause“ stärken.
Dafür ist es kontraproduktiv, den jungen Menschen ihre Meinung, ihre Rechte und ihren Kampfgeist abzusprechen. Es könnte sehr förderlich sein, den jungen Leuten ein Mitspracherecht einzuräumen. Ihnen eine Möglichkeit zu geben ihr Zuhause mitzugestalten.
Mit der Absenkung des Wahlalters auf 16 hat man das aktive Wahlrecht für einen kleinen Teil der Jugendlichen ermöglicht. Dies ist jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Das passive Wahlrecht, also die Möglichkeit gewählt zu werden und mitgestalten zu können, ist bisher nicht möglich. Und was ist zum Beispiel mit den 13-Jährigen?

In vielen Städten gibt es ein Kinder- und Jugendparlament. Ein parteiunabhängiges Sprachrohr für die Jugend, die sich für bestimmte Themen einsetzen möchte. Auch in unserer Nachbarstadt Weida gibt es das KJP – und das bereits seit 1995.
Eine meiner Forderungen zur Stadtratswahl in Auma-Weidatal ist die Einführung eines Kinder- und Jugendparlaments. Daher wird eine meiner ersten Aufgaben darin bestehen, mich mit den Jugendlichen des KJP im Nachbarkreis kurz zu schließen und des Weiteren Kontakt zu interessierten Jugendlichen in Auma-Weidatal zu suchen. Mein Ziel ist es, noch in diesem Jahr den Antrag für die Einführung eines Jugendparlaments in den Stadtrat einzubringen und beschließen zu lassen.